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Google Ads Kosten: Was kostet eine Google Ads Kampagne?

Autor:Evgeni Sereda

9 Min. Lesedauer

21. Februar 2023

Wie viel kostet Google Ads? Was grundsätzlich nach einer einigermaßen simplen Frage klingt, ist in der Praxis gar nicht so einfach zu beantworten und macht es erforderlich, ein wenig auszuholen, um auch die Zusammenhänge dabei zu verstehen. In diesem Beitrag erfährst du, worum es sich bei Google Ads handelt, welche Abrechnungsmodelle es dabei gibt und welche Faktoren die Kosten maßgeblich beeinflussen. Zudem geben wir dir Tipps dafür, wieviel Tagesbudget du für deine Kampagne auf Google einplanen solltest.

Was sind Google Ads?

Nahezu jeder User im Internet hat schon einmal eine Suche mit der Suchmaschine Google durchgeführt. Laut einem Bericht der Wirtschaftswoche gibt es im World Wide Web weltweit täglich etwa 3,45 Milliarden Suchanfragen in Suchmaschinen, von denen der Großteil beim Marktführer Google durchgeführt wird. In Deutschland entfallen rund 90 Prozent aller Suchanfragen auf Google.

Dieses Potenzial lässt Google (genau genommen die börsennotierte US-amerikanische Holding Alphabet Inc. mit Sitz in Mountain View im kalifornischen Silicon Valley) nicht ungenutzt. Denn neben den sogenannten organischen (nicht bezahlten) Suchergebnissen blendet die Suchmaschine bei den Suchergebnissen auch sogenannte Google Ads Werbeanzeigen ein. Diese sind entsprechend als „Anzeige“ markiert. Bei etwa jeder zweiten Suchanfrage bei Google werden diese Anzeigen ausgespielt.

Gekauft werden können diese von Unternehmern über das Werbenetzwerk von Google mit der Bezeichnung Google Ads. Bis zum Jahr 2018 lautete die offizielle Bezeichnung dafür Google AdWords.

Das ist aber nicht die einzige Möglichkeit, um bei Google Ads Werbeanzeigen zu schalten. Denn Google betreibt darüber hinaus ein sogenanntes Displaynetzwerk. Dabei handelt es sich um eine Kooperation mit über zwei Millionen Betreibern von Webseiten, Apps und Videoplattformen, die Platz für entsprechende Anzeigen freihalten. Sie erhalten von Google eine entsprechende Provision dafür und können auf diese Art und Weise ihr Projekt monetarisieren. Für viele Blogger stellt das die wichtigste Einnahmequelle dar.

Wie viel kosten Google Ads?

Bei Google Ads handelt es sich um eine Auktionsplattform. Die Nutzung der Plattform selbst ist kostenlos. Kosten für die Anzeige fallen grundsätzlich auch nur dann an, wenn die gewünschte Ads Kampagne auch tatsächlich ausgespielt wird.

Grafik: Einstiegsansicht Google Ads

Da es sich um eine Auktion handelt, bei der unterschiedliche Unternehmen im Wettbewerb zueinanderstehen, ist es im Vorfeld nicht exakt möglich zu sagen, wie hoch die genauen Kosten sind. Denn mit der Konkurrenz verändern sich auch die Klickpreise. Google bietet unterschiedliche Abrechnungsmodelle für die Schaltung der Anzeigen an. Mit Abstand am häufigsten genutzt wird dabei das Modell Cost-per-Click (CPC).

Was bedeutet Cost-per-Click (CPC)?

Grundsätzlich bedeutet CPC, dass die Vergütung von Werbeanzeigen je Klick stattfindet. Das heißt, Werbetreibende müssen nur dann etwas bezahlen, wenn tatsächlich auf die Anzeige geklickt wurde. Für die Einblendung allein werden hingegen noch keine Gebühren fällig.

Die Kosten pro Klick werden bei Google Ads nach dem Auktionsmodell ermittelt. Einen wesentlichen Einfluss auf den Preis hat dabei das gewählte Keyword. Zum einen kommt es dabei auf die Relevanz des Keywords an und zum anderen auf die Anzahl der Mitbewerber, die das gleiche oder ähnliche Keyword nutzen.

Grafik: Google Ads Keyword-Planer

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Die drei Grundgrößen des CPC

Beim CPC wird nach drei Grundgrößen unterschieden:

Vorteile und Nachteile des CPC

Neben dem CPC gibt es bei Google auch noch andere Abrechnungsmodelle wie beispielsweise CPM (Cost-per-Mille) oder CPA (Cost-per-Aquisition).

Der große Vorteil des CPC ist, dass er im Vergleich zu den anderen Abrechnungsmodellen einen gut kalkulierbaren Wert darstellt, um das Budget für die Werbung zu berechnen. Durch die vorherige Festlegung eines Budgets besteht keine Gefahr, dass es zu unerwartet höheren Kosten kommt.

Zudem ist die Flexibilität sehr hoch, da einzelne Keywords jederzeit pausiert werden können.

Ein Nachteil dabei ist, dass ein Suchender eventuell auch ohne das Schalten von Ads beim Unternehmen gelandet wäre. Viele Werbetreibende haben nämlich ohnehin eine gute Position in den Suchmaschinen, doch User klicken nicht immer auf das Suchergebnis, sondern oftmals auch einfach auf die Werbeanzeige.

Wie wird der CPC berechnet?

Um zu wissen, wie der CPC berechnet wird, ist es wichtig, sich zunächst mit jenen Faktoren auseinanderzusetzen, die maßgeblichen Einfluss auf den Klickpreis haben.

Welche Faktoren beeinflussen den Klickpreis (CPC)?

Einer der wichtigsten Faktoren für den CPC ist die sogenannte Keyword-Konkurrenz. Je mehr Unternehmer bei der Suche nach einem bestimmten Keyword gefunden werden möchten, desto höher fällt auch der CPC aus. Zu den teuersten Keywords im Jahr 2020 auf dem Technologie-Sektor zählten beispielsweise „Google Maps Cloud“, „Kurs Akamai“ und „Hewlett Packard“.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist jedoch auch die Qualität der Anzeige. Dafür gibt es bei Google den sogenannten Qualitätsfaktor auf einer Skala von 1 (= sehr schlecht) bis 10 (= sehr gut). Zur Ermittlung dieser Kennzahl verwendet Google primär die drei folgenden Komponenten:

Zudem spielt auch die Anzeigenposition eine wichtige Rolle beim CPC. In der Regel sind höhere Anzeigenpositionen teurer als niedrige. Allerdings landest du nicht automatisch auf der ersten Position, nur weil du den höchsten Preis bezahlst. Die Position ist auch immer abhängig vom Qualitätsfaktor.

Wie wird die Anzeigenposition bei Google Ads ermittelt?

Der Anzeigenrang ergibt sich aus der folgenden Formel:

Anzeigenposition = CPC-Gebot x Qualitätsfaktor

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt folgendes Beispiel:

Welche Gebotsstrategien stehen bei Google Ads zur Verfügung?

Bei Google Ads stehen grundsätzlich zwei unterschiedliche Gebotsstrategien zur Verfügung. Es gibt die Möglichkeit, zwischen manuellen und automatisierten Geboten zu wählen.

Manueller CPC

Beim manuellen CPC kann selbst ein Höchstbetrag für einen Klick auf eine Anzeige festgelegt werden. Dieser Wert kann entweder für Anzeigengruppen oder für jedes Keyword individuell festgelegt werden. Dabei handelt es sich um den maximalen Betrag, den du bezahlst, wenn jemand auf eine Anzeige in Verbindung mit dem entsprechenden Keyword klickt.

Der Betrag, den du dabei einstellen solltest, ist auch wieder von unterschiedlichen Faktoren abhängig, unter anderem von der Conversion auf deiner Webseite. Wenn du weißt, dass du im Monat 10.000 Nutzer benötigst, um dein Produkt 100mal zu verkaufen, wirst du beispielsweise einen niedrigeren Wert einstellen, als wenn du dafür ein höheres Volumen, also beispielsweise 20.000 Nutzer, benötigst.

Auch die Branche bestimmt den Maximalbetrag. Ein Juwelier ist wahrscheinlich bereit, einen höheren CPC zu bieten als beispielsweise ein Schlüsseldienst. Um zu entdecken, auf welche Keywords deine Mitbewerber bieten, kannst du beispielsweise die Anzeigenrecherche von Semrush verwenden.

Um ein Gefühl für die richtigen Werte zu bekommen, lohnt es sich, ein wenig zu recherchieren. Die Übersicht nach Branchen in Deutschland zeigt, dass der CPC sehr unterschiedlich ausfallen kann. Während in der Versicherungsbranche beispielsweise im Jahr 2021 durchschnittlich 3,04 US-Dollar für einen Klick auf eine Anzeige bezahlt wurden, lag der Wert bei Reisen nur bei 0,44 US-Dollar.

Automatisierter CPC

Neben der manuellen Einstellung des CPC gibt es die Möglichkeit, smarte Gebotsstrategien in Google Ads zu nutzen, bei dem die Gebote automatisch an jede Auktion angepasst werden.

Grafik: Manueller CPC einfügen

Dabei können die folgenden Strategien zum Einsatz kommen:

Wie viel Tagesbudget soll ich für Google Ads einplanen?

Um das Werbebudget im Vorfeld berechnen zu können, gibt es bei Google einige Optionen zur Begrenzung. Den Ausgangspunkt bilden dabei die Tagesbudgets, in denen du festlegen kannst, wie viel du pro Tag für deine Anzeige ausgeben möchtest.

Grafik: Google Ads Menüpunkt „Kampagnen“

Um das auf die Monatsplanung umzulegen, musst du den Wert mit 30,4 multiplizieren. Anders ausgedrückt: Beträgt dein monatliches Budget 1.000 Euro, so solltest du das Tagesbudget auf 32,89 Euro einstellen.

Google selbst empfiehlt neuen Advertisern, rund 10 bis 20 Euro an Tagesbudget einzuplanen. Die Anzeigen werden so lange geschaltet, bis dein Tagesbudget aufgebraucht ist.

Sinnvoll ist es jedenfalls, sich mit einem geringen Werbebudget erst einmal heranzutasten. Dazu solltest du dich zunächst einmal fragen, wie viele Klicks du monatlich auf deiner Webseite haben möchtest. Zur ersten groben Orientierung kannst du den Keyword-CPC aus dem Keyword-Planer in Google Ads mal zehn multiplizieren, um dein Tagesbudget daraus abzuleiten.

In weiterer Folge ist es vor allem in den ersten Tagen wichtig, die Anzeige genau zu monitoren und entsprechende Feinjustierungen vorzunehmen.

Um die Kosten möglichst gering zu halten und dabei dennoch viele Conversions zu erzielen, ist die richtige Gebotsstrategie wichtig. Diese lässt sich beispielsweise optimieren, indem die Anzeigen nur zu bestimmten Tageszeiten ausgespielt werden.

Darüber hinaus beeinflussen die folgenden Faktoren das Tagesbudget maßgeblich:

Fazit: Google Ads ist das, was du daraus machst

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Evgeni Sereda

Seit 5 Jahren verantworte ich das Marketing von Semrush in den deutschsprachigen Ländern. Seit 2010 bin ich ein leidenschaftlicher SEO. Die Kombination aus SEO und Marketing setzte ich bei großen Projekten wie die Implementierung der SEO-Maßnahmen und Marketing-Prozessen bei einem großen Retailer. Dabei betreue ich auch kleine Projekte, denn auch mal Hand anzulegen, das macht mir viel Spass. Meine Erfahrung und mein Wissen teile ich gerne mit dir.

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